Zürich, 21. Oktober 2013 - Die IG Mineralwasser, der Verband Schweizerischer Mineralquellen und Soft-Drink- Produzenten (SMS) sowie der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) machen deutlich: Stopp den fehlgeleiteten Kampagnen und Attacken gegen das reine Lebensmittel natürliches Mineralwasser!

Verbotsforderungen und ungerechtfertigte Beschuldigungen durch NGO’s, Konsumentenorganisationen und Behörden sind inakzeptabel. Wer so dem Menschenrecht auf Wasser zum Durchbruch verhelfen will, richtet in der Schweiz Schaden an. Die IG Mineralwasser wird parlamentarische Vorstösse lancieren und auch an Behördenmitglieder schweizweit gelangen.

Politik und Industrie machen deutlich, dass ein so nachgefragtes Produkt wie natürliches Mineralwasser und dessen Abfüller nicht länger ungerechtfertigt und über falsche Informationen attackiert werden dürfen. In den letzten Wochen haben sowohl die Ärzte für Umweltschutz (AefU) wie auch die Behörden der Stadt Bern natürliches Mineralwasser und dessen Abfüller verunglimpft, mit Falschaussagen in ein schlechtes Licht gestellt und sogar Massnahmen gefordert, die jeglicher Grundlage entbehren. Anlässlich einer Medienkonferenz in Bern stellen Urs Schmid, Präsident des SMS, Dr. Rudolf Horber vom sgv und der Allianz der Wirtschaft für eine massvolle Präventionspolitik AWMP sowie Nationalrat Christophe Darbellay, Präsident der IG Mineralwasser klar:

Der Kampf um das Recht auf Wasser ist eines der wichtigsten Anliegen unserer Zeit. Wenn jedoch dabei mitunter (Schweizer) Unternehmen der Mineralwasser-Branche attackiert werden, trifft es die Falschen. Wir stellen uns gegen fehlgeleitete Kampagnen, die auf falschen Annahmen beruhen. Dies gilt auch für unqualifizierte Behauptungen, die (Schweizer) Mineralwasser enthielten Fremdstoffe. Beides schadet Industrie und den Unternehmern, die ihre Quellen sorgfältig schützen.

SMS und sgv gemeinsam für die Mineralwasser-Branche

Es ist höchste Zeit, die Anliegen der IG Mineralwasser und des Branchenverbandes SMS noch deutlicher als bisher auf die politische Bühne zu heben. Der sgv und die Allianz der Wirtschaft für eine massvolle Präventionspolitik AWMP unterstützen die Anliegen der Branche. Gemeinsam mit der IG Mineralwasser und dem Branchenverband SMS erklärt Rudolf Horber: «Es kann nicht sein, dass ständige Bemühungen der Politik zur Schaffung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen und für möglichst hohe volkswirtschaftliche Prosperität mitunter von linken und grünen Kreisen über fragwürdige Aktionen untergraben oder gar zunichte gemacht werden»!

Enttäuschende, falsch informierende Ärzte für Umweltschutz

Seitens des SMS bezog Präsident Urs Schmid, CEO und Mitinhaber von Allegra Passugger Mineralquellen AG, Stellung zu aktuellen Vorkommnissen: Einerseits die Attacke der Ärzte für Umweltschutz (AefU), andererseits der Entscheid der Stadtregierung von Bern, Wasser in Flaschen in der Stadtverwaltung auszumerzen – zugunsten von herkömmlichem Leitungswasser. Wenn die AefU wirklich «aus Sorge um eine zunehmend kranke Umwelt, die unsere Gesundheit bedroht und das Leben künftiger Generationen in Frage stellt» handle, «dann müsste sie vielmehr dafür plädieren, dass wir den Schutz unserer Mineralwasserquellen ausbauen und stetig verbessern können», fordert Schmid.

Die AefU hatte im September Mineralwasser-Analysen publiziert und Abfüller der Verunreinigung beschuldigt, ohne einen Prüfbericht vorzulegen und ohne die Öffentlichkeit korrekt darüber zu informieren, dass sämtliche Substanzen unterhalb der Grenzwerte und im knapp messbaren Bereich liegen. http://www.mineralwasser.ch/mineralwasser7.php.  «Verunglimpfungen und Attacken, die auf falschen Annahmen und verqueren Interpretationen beruhen, tolerieren wir nicht länger», sagt Urs Schmid.

Das Recht auf Wasser ist eines der wichtigsten und zentralsten Anliegen unseres Jahrtausends. Wasser bedeutet Leben. Es ist ein Menschenrecht. Schmid: «Es ist von immenser Wichtigkeit, dass gerade Wasserschloss-Nationen wie die Schweiz für das Recht auf Wasser kämpfen. Dafür die Produkte aus unseren Mineralwasserquellen auszumerzen und gar zu verbieten, richtet nur Schaden an und hilft niemandem». Er betonte, auch die Äusserungen des Berner Stadtpräsidenten und Nationalrat Alexander Tschäppät, der anlässlich einer Medienkonferenz am 19. September zu Gunsten der kanadischen Organisation «Blue Community» natürliches Mineralwasser öffentlich angeprangert und stattdessen zum Konsum von Leitungswasser aufgerufen hatte, seien «so untolerierbar wie falsch».

Gewerbeverband: Skandalöse Irrlehren stoppen

Dr. Rudolf Horber (sgv) betont an der Medienkonferenz, man stelle sich grundsätzlich gegen Versuche, Konsumenten zu bevormunden und Wahlfreiheit und Wettbewerb zu unterbinden. Der sgv kämpft konsequent für optimale wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen und für ein möglichst unternehmensfreundliches Umfeld. «Es ist geradezu skandalös, wenn Schweizer Behördenvertreter – wie die Berner Stadtbehörden es sich mit ihrem Engagement für die «Blue Community» erlaubt haben – dazu aufrufen, die Produkte einer Schweizer Branche auszumerzen, die rund 20'000 Arbeitsplätze sichern hilft!» Das sind so viele Beschäftigte wie in der Energie- und Wasserversorgung. Und es sind doppelt so viele Beschäftigte wie im Textilgewerbe. «Die Branche liegt uns auch deshalb sehr am Herzen», betont Horber. Der sgv verstehe in solchen Fällen keinen Spass. «Die Tendenz, Unternehmer wie Konsumenten mit Verbotsforderungen unter Druck zu setzen, hat zugenommen. Der Versuch, sogar reines Mineralwasser verbieten zu wollen, ist alleine schon mit gesundem Menschenverstand beurteilt, einfach eine grosse Dummheit, ein Unsinn, ja eine bodenlose Frechheit».

Parlamentarische Vorstösse und Wegweiser für Behörden

Nationalrat und IG Präsident Christophe Darbellay erinnert an den Grundsatz der IG, für das nötige Nebeneinander von natürlichem Mineralwasser und Leitungswasser einzustehen. «Wir tolerieren nicht, dass ein naturbelassenes Lebensmittel – das natürliche Mineralwasser – von Interessengruppen schlecht gemacht wird», sagt Darbellay. Er ruft auf: «Passt Eure Argumentation an und bemüht euch wie wir um hohe Akzeptanz für Leitungswasser und für natürliches Mineralwasser. Alles andere ist destruktiv und schadet der Schweiz und ihrer Wirtschaft». Das Mineralwasser ausmerzen zu wollen sei, «als würde man den Konsum von Schweizer Tafelwein verbieten, weil es andernorts offene Fragen gibt, ob die Traubenernte ökologisch und sozial genug abläuft».

In der Wintersession wird die IG Mineralwasser zwei Vorstösse einreichen. Erstens soll der Bundesrat darlegen, wie eine Aus- und Kennzeichnung von natürlichen Mineralwässern mit einer Appellation d’origine protegée (AOP) zu bewerkstelligen wäre und welches die Kriterien dafür sind. Zweitens soll der Bundesrat in einem Bericht erläutern, wie Leitungswasser und natürliches Mineralwasser sich unterscheiden und wie die Deklaration der zwei Produkte verbessert werden könne.

In einem eigenen Aufruf an Behörden von Kantonen und Gemeinden wird zudem darauf hingewiesen werden, dass Verbotsforderungen gegen Wasser in Flaschen abzulehnen sind und diese «keinesfalls mit dem Engagement für das Recht auf Wasser vermengt werden dürfen».

Medienmappe:

www.mineralwasser.ch

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Weitere Auskünfte:

Marcel Kreber
Generalsekretär SMS
+41 79 650 48 73
marcel.kreber@getraenke.ch

Urs Schmid
CEO und Mitinhaber Allegra Passugger Mineralquellen AG

Präsident SMS
+41 79 233 40 40
urs.schmid@passugger.ch

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Der Verband Schweizerischer Mineralquellen und Soft-Drink-Produzenten (SMS) ist die Branchenorganisation der Mineralwasser- und Erfrischungsgetränkewirtschaft. Dem Verband gehören 16 Unternehmen an, welche sich für rund 70 Prozent der Mineralwasser- und rund 95 Prozent der Erfrischungsgetränkevolumina in der Schweiz verantwortlich zeigen. Rund 20'000 Arbeitsplätze sind in der Schweiz direkt und indirekt mit ihr verbunden.